Montag, 15. Juli 2013

Rezept für süßes Leoparden-Brot

Heute zeige ich euch, wie man so ein tolles Leopardenbrot macht:

Der Teig ist eigentlich für einen süßen veganen Hefezopf. Ich habe ein Rezept von Veganes Nom abgewandelt, man kann aber sein Lieblings-Hefeteigrezept verwenden (und bei Bedarf veganisieren).

Zutaten:

1 Würfel Frischhefe
250 ml Sojamilch (z.B. mit Vanillegeschmack)
110 g Zucker
150 g Margarine (z.B. Alsan)
600 g Mehl
1 Ei-Ersatz (z.B. 1 EL Sojamehl mit 2 EL Wasser vermengt)
Kakaopulver

Achtung: Der Teig reicht für etwas mehr als die Kastenform - ca. 1/4 ist zu viel, der Teig würde sonst beim Gehen überquellen -  also könnt ihr entweder noch einen kleinen Hefezopf dazu machen oder ihr rechnet euch das Rezept auf krumme Zahlen runter. ;D


Anleitung:

Hier meine Methode, mit der mir Hefeteige für gewöhnlich immer gelingen:

Milch in der Mikrowelle o.ä. etwas erwärmen, jedoch nicht zu heiß - Hefes Lieblingstemperatur liegt bei etwa 30°C - Hefe und Zucker hinzu geben, verrühren und kurz stehen lassen.

Anschließend Mehl, zimmerwarme Margarine, Ei-Ersatz und Salz hinzugeben. Am besten auch diese Reihenfolge einhalten - Hefe steht weder auf zu viel Fett noch auf zu viel Salz und auf diese Weise wird beides durch das Mehl direkt in der Konzentration verringert (schreibe ich umständlich? >_<' :D).

Nun den Teig aufteilen in 2 kleinere und einen großen Teig (ich hatte 2x200 g und 1x400 g + Rest). Zu einem kleinen Teige knetet ihr 0,5 TL Kakaopulver, zu dem anderen kleinen Teig 1,5 TL Kakaopulver (optional noch einen TL Milch). So erhaltet ihr insgesamt einen kleinen hellbraunen, einen kleinen dunkelbraunen und einen großen hellen Teigklumpen (tolles Wort :D).
Alle drei Klumpen an einem warmen Ort für 1-2 Stunden gehen lassen.
(Ich hab das nun gerade recherchiert: Hefe vermehrt sich am besten bei 32°C und gärt am besten bei 28°C, somit fände ich es logisch, die Temperatur erst auf 32°C zu halten und nach einer Weile auf 28°C abzusenken, aber vermutlich hat fast niemand ein Ofenthermometer oder einen Ofen, der in so niedrigen Temperaturen gut funktioniert? Ich brauche einen Fancy Hightech-Ofen! :D)


Nuuun folgt der spannende Leoparden-Teil:

Alle drei Klumpen werden in jeweils 6-7 Teile gleich große Teile geteilt (die Anzahl der hellbraunen und dunkelbraunen Teile sollte gleich sein, denn beide kombiniert ergeben die Flecken).


Alle Mini-Teige zu länglichen Würmern formen - etwa so lang, wie eure Kastenform lang ist.

Nur die hellen und dunkelbraunen Teiglinge flach ausrollen. Die hellen sollten dabei etwa den Boden der Kastenform bedecken können, die dunkelbraunen müssen nur ein paar Zentimeter breit sein, sie werden nun nämlich um die hellbraunen Würmer herum gewickelt.




In die gefettete Kastenform legt ihr nun immer abwechselnd Teile des hellen Teiges und jeweils leicht versetzt 1-2 Fleckenrollen (aha :D). Die Schichten zwischendrin mit Milch einpinseln, damit sich die Teile besser miteinander verbinden.



Am Ende mit hellem Teig abschließen. Ofen schon mal auf 160°C vorheizen und derweil Kastenform an einem warmen Ort für 15-20 Minuten gehen lassen.


Nun noch euer Hefebrot für knapp 30 Minuten bei 160°C backen, abkühlen lassen und wie immer genießen! Schmeckt super zu Erdnussbutter und Nussnougatcreme (Nuno-Krem) oder Vanillesoße! >:3


Sonntag, 7. Juli 2013

Schokoladen-Geheimnisse Teil 1: Ganache und Super Mario-Muffins



Eines schönen Tages kam ich auf die glorreiche Idee, 1Up- und Super-Pilz-Muffins zu backen.
Aber es soll ja Leute geben, die mögen kein Marzipan *hust*... und Fondant oder Zuckerguss findet vielleicht auch nicht jeder super. Aber Schokolade, ja, die wäre schon eher was.
Da stand ich dann vor dem Problem, wie ich weiße Schokolade denn einfärben soll. Schokolade ist auf Ölbasis, die meisten Lebensmittelfarben jedoch auf Wasserbasis. Gießt man Wasser in flüssige Schokolade, wird diese einfach klumpig und relativ unbrauchbar. Es gibt natürlich auch fettlösliche Farben, aber wer gerne bunt backt, würde daran verarmen.
Also wie wild recherchiert und tatsächlich auf die Lösung all meiner (und vielleicht eurer) Probleme gestoßen: G-A-N-A-C-H-E. Ich habe mich wirklich gefragt, wie so etwas so lange vor mir verborgen bleiben konnte. Es war wirklich wie eine Offenbarung! (Nein, ich dramatisiere nicht über, ich war wirklich unendlich begeistert! :D)

Bei Ganache wird einfach Schokolade in heißer Sahne geschmolzen. Die Sahne fungiert dabei als Emulgator und sorgt dafür, dass fettlösliche und wasserlösliche Bestandteile zu einer homogenen Masse vereint werden können. Daher lassen sich Lebensmittelfarben problemlos in der Sahne lösen und im zweiten Schritt damit die weiße Schokolade einfärben. Eine Erkenntnis, die mein Backen revolutioniert hat! :D

But first things first: die Muffins!

Grundrezept für Muffins:

Trockene Zutaten:

  • 240 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 0,5 TL Natron


Feuchte Zutaten:

  • 1 Ei
  • 130 g Zucker
  • 80 ml Öl
  • 250 g Joghurt
  • 1 Prise Salz

Anleitung Muffins:


  • Ofen gut auf 180°C vorheizen und Muffinblech einfetten. 
  • Feuchte und die trockene Zutaten getrennt vermischen und dann erst beides miteinander vermengen, am besten mit einem Kochlöffel. Auf die Weise gehen Muffins besser auf, zuviel Rühren mögen sie nicht.
  • Das Ganze ergibt einen relativ festen Teig, der mit Löffeln in die Muffinförmchen gelöffelt werden kann. Ich wollte besonders große Muffins, also habe ich nur die Hälfte aller Formen gefüllt (dabei am besten abwechselnd befüllen, damit die Muffins beim Aufgehen mehr Platz haben), man kann aber auch 12 normal große Muffins machen.

  • Nun die Muffins ca. 20 Minuten backen, ich hab die Temperatur nach 5 Minuten noch mal auf 150°C runter gedreht.
  • Fertige Muffins vollständig erkalten lassen.

Zutaten für Ganache:

  • 150 g weiße Schokolade
  • 6 EL Sahne
  • Optional: Kokosfett
  • Lebensmittelfarbe nach Wunsch

Anleitung Ganache:

  • Weiße Schokolade klein hacken, ca. 50 g für später aufheben
  • Schokolade und Sahne werden typischerweise im Verhältnis 1:1 (weichere Creme) bis 3:1 (festere Creme) angesetzt. Da wir eine etwas festere Glasur haben wollen, verwenden wir 3 Mal so viel Schokolade wie Sahne, also bei 150 Schokolade etwa 6 EL Sahne (sind ca. 50 g, ich hab es abgewogen :D). Diese im Wasserbad erhitzen - sie muss nicht kochen - und die Lebensmittelfarbe dazu geben.
  • 150 g der gehackten Schokolade zugeben und so lange rühren, bis alles aufgelöst ist. Die Schokolade wird dabei leicht glasig, fragt mich nicht, warum. :D
  • Nun die Muffins mit der Ganache bestreichen oder kopfüber darin eintauchen. Aufpassen, die Ganache kann anfangs etwas an den Seiten runter laufen, also gleich wegstreichen, wenn es einen stört.

  • Muffins in den Kühlschrank stellen und abkühlen lassen.
  • In der Zwischenzeit die restliche weiße Schokolade möglichst langsam im Wasserbad schmelzen - wenn weiße Schokolade zu schnell erhitzt wird, wird sie eher fester und zerläuft nicht genug. An dieser Stelle kann man noch etwas Kokosfett hinzugeben, dadurch wird die Schokolade noch flüssiger. Aber nur ein kleines bisschen, sonst wird's zu flüssig, da müsst ihr euch etwas ran tasten.
  • Dann werden anschließend mit Hilfe einer Spritztüte (oder improvisierten Gefriertüte) die weißen Punkte auf die Pilze gemalt.



Wer doch eher auf dunkle Schokolade und Nougat steht, kann statt Mushrooms auch einfach Gumbas machen. :D



Ich hoffe, das war lehrreich und ihr habt Spaß beim Nachmachen :)


Dienstag, 2. Juli 2013

Regenbogen-Käsekuchen & Zebra-Käsekuchen inkl. Geheimrezept

Und da geht es auch schon los mit dem ersten Rezept, nämlich für Käsekuchen. Käsekuchen... wie langweilig! Aaalso machen wir natürlich was besseres draus. Wie wäre es mit Regenbogen-Käsekuchen?!

Oder Zebra-Käsekuchen?!

Gleich viel weniger langweilig, nicht wahr? :D

Außerdem verrate ich euch hier das ultra-geheimste Käsekuchen-Rezept, nach dem in meiner Familie seit Jahrzehnten Käsekuchen gebacken wird. Das Rezept ist so geheim, dass ich es gar nicht verraten dürfte! So geheim, dass aus Sicherheitsgründen noch nicht mal der richtige Name drüber steht! (Verwirrungstaktik und so...)

Im Laufe der Jahre hat die Rezeptur auch einige Verbesserungen erfahren, daher hier:

Geheimrezept Käsekuchen v1.1:

Boden:
50 g Margarine
50 g Zucker
1 Ei
175 g Mehl
1/2 Packung Backpulver

Füllung:
500 g Magerquark
1 Packung Puddingpulver Vanillegeschmack
150 g Zucker
3 Eigelb
1 Packung Vanillezucker
250 ml Milch
1 Becher Schmand
100 ml Öl
3 Eiweiß (steif geschlagen)

Regenbogen-Variante: Lebensmittelfarbe in rot, orange, gelb, grün, blau und lila
Zebra-Variante: Kakaopulver


Zunächst sind alle Schritte gleich:
Zunächst den Backofen auf 130°C (Umluft) vorheizen und eine Springform (ich hab 26 cm Durchmesser genommen) einfetten.
Für den Kuchenboden einfach alle zugehörigen Zutaten mit den Händen zusammen kneten und anschließend auf dem Boden einer Springform flach verteilen.
Für die Füllung alle weiteren Zutaten miteinander vermixen, das Eiweiß jedoch zuvor steif schlagen und am Ende langsam unterrühren.


Für die Regenbogen-Variante nun die Füllung auf 6 Schälchen verteilen und jedes davon mit einer der Lebensmittelfarben einfärben. Nun alle Farben in Regenbogenfarben-Reihenfolge (rot, orange, gelb, grün, blau, lila. Aber ich will euch da ja gar nichts vorschreiben. Doch.) auf den Boden gießen, und zwar immer in der Mitte. Jede weitere Farbe drängt dabei die vorherige nach außen.


Für die Zebra-Variante muss die Füllung gleichmäßig auf 2 Schälchen aufgeteilt werden. Ein Teil bleibt, wie er ist, in den zweiten werden 2-3 EL Kakao und ebensoviele EL Milch gerührt. Das Prinzip ist nun dasselbe (Transferleistung ahoi! :D): Man gießt immer abwechselnd hellen und dunklen Teig in die Mitte. Dadurch ergibt sich am Ende ein schönes Zebramuster.


Anschließend den Kuchen ca. 50 Minuten bei 130°C backen.  Unser Ofen scheint recht heiß zu sein, also eventuell den Kuchen etwas länger backen lassen. Rausnehmen, abkühlen lassen und euer Meisterwerk genießen :)

Montag, 1. Juli 2013

Mein erster Blog-Post seit gefühlten Millionen Jahren, juhu!

Hallo, ich hab keine Ahnung, was man so in einem ersten Blog-Post schreibt, aber herzlich willkommen! :D

Weil ich manchmal - genau dann, wenn ich am meisten zu tun habe - innerlich platze vor Einfällen, dachte ich, es kann nicht schaden, auch andere daran teilhaben zu lassen. Hauptsächlich werde ich daher hier Tutorials veröffentlichen, über's Backen oder Nähen oder andere Dinge, die mir so in den Sinn kommen...

Damit dies mehr als nur der E. lesen, halte ich mich dieses Mal auch weitestgehend mit kryptischem Geschwafel zurück. :D